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Dezember 10, 2021

Gefällt mir?! Feedbackkultur in Zeiten des Likebuttons

Feedback ist entscheidend in der Entwicklung von Menschen, und: gutes Feedback muss nicht immer gut sein. Ein kurzer Beitrag über die Bedeutung von Feedback und über die Bedeutung des Wörtchens Danke.

Dezember 10, 2021

Gefällt mir?! Feedbackkultur in Zeiten des Likebuttons

Feedback ist entscheidend in der Entwicklung von Menschen, und: gutes Feedback muss nicht immer gut sein. Ein kurzer Beitrag über die Bedeutung von Feedback und über die Bedeutung des Wörtchens Danke.

Was haben die Bekanntgabe der zweiten Schwangerschaft von Kylie Jenner und der Wechsel von Lionel Messi zu Paris St. Germain gemeinsam? Beide Beiträge gehören laut Brandwatch zu den zehn erfolgreichsten Fotos auf der Socialmedia Plattform Instagram, betrachtet man dabei ausschließlich die Anzahl der Likes, die die monatlich etwa 1 Milliarde Nutzer der App verteilen[1]. Die insgesamt Milliarden[2] täglich vergebenen „Gefällt mir“- Angaben repräsentieren Interesse, Zustimmung und Wertschätzung der User für den gezeigten Content. Den Like-Button zu drücken ist Feedback in einer seiner schnellsten, einfachsten und vor allem positivsten Form.

Viel zu häufig entsteht das Bedürfnis, Feedback zu geben, in Situationen, die nicht gelaufen sind wie geplant, in den Korrekturen notwendig sind oder Fehler gemacht wurden. Belässt man es dabei, wird man den vielfältigen Möglichkeiten, die Feedback bietet, nicht gerecht. Berücksichtigt man dabei vor allem sein positives Potential, bietet gelebte Feedbackkultur nämlich vor allem eines: Chancen! Chancen, persönliche sowie berufliche Prozesse zu begleiten und entsprechend einer Zielsetzung weiterzuentwickeln. Auf personaler Ebene kann Feedback ermutigen, motivieren, Selbst- und Fremdwahrnehmung schärfen, Mitsprache und Identifikation fördern. Aus ökonomischer Sicht kann gelungenes Feedback Ideenfindung unterstützen, begleitendes Kontrollinstrument sein, bei der Bewertung der Qualität von erzielten Ergebnissen helfen, die Fehlersuche erleichtern sowie zukünftige Entscheidungen unterstützen.
Die Notwendigkeit von Feedback für Entwicklung scheint dabei unausweichlich, betrachtet man beispielsweise eines der bekanntesten Feedbackinstrumente: Noten. Schon im frühen Kindesalter findet mit dem Eintritt in die Schule die Konfrontation mit einer Rückmeldung über Geleistetes statt. Dabei scheint in beiden Bereichen neben dem Ziel auch der Weg von großer Bedeutung. Während im pädagogischen Kontext immer wieder die Begrenzung von Feedback auf numerische Zahlen kritisiert wird und Alternativen diskutiert werden, kann „der Weg“ in jedem Unternehmen individuell gestaltet und dabei nicht nur von Führungskräften geprägt werden.

[1] vgl. Joyce, Gemma (2021): Die 20 beliebtesten Fotos auf Instagram. URL: https://www.brandwatch.com/de/blog/die-20-beliebtesten-fotos-auf-instagram/, (abgerufen am 10.12.2021).

[2] vgl. Joyce, Gemma (2021): Die 20 beliebtesten Fotos auf Instagram. URL: https://www.brandwatch.com/de/blog/die-20-beliebtesten-fotos-auf-instagram/, (abgerufen am 10.12.2021).

Wir bei Vindelici haben es uns zur Aufgabe gemacht, eine bewusste Feedbackkultur zu etablieren, die an Stelle von Abhängigkeit und Einseitigkeit auf Gegenseitigkeit und Verantwortung von bzw. gegenüber Vindelici beruht. Besonderen Wert legen wir auf den Weg, auf das Bedürfnis sich zu entwickeln und nicht im Ist-Zustand zu verweilen. Dabei entscheidend ist das Bewusstsein für den Menschen im Mittelpunkt des Prozesses.
Ein Baustein unseres Weges sind deshalb unter anderem regelmäßige Gespräche zwischen Mentor:in und Mentee, die die erwähnte gegenseitige Verantwortlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehören zunächst sowohl die Reflexion eigener Erfolge und Entwicklungspotentiale von Seiten des Mentees. Dabei sollen Gelerntes und Geleistetes im Zentrum stehen, ebenso sollen mögliche Ansatzpunkte für Weiterentwicklung gefunden werden. Bewusst werden dabei aber auch positives Feedback am Mentor/ an der Mentorin sowie Vindelici als auch deren Verbesserungspotential aus Sicht des Mentees eingefordert. Auf diese Weise wird die regelmäßige Möglichkeit geboten, nicht nur eigene Stärken und Schwächen zu analysieren, sondern es wird ein sicherer Raum für konstruktive Kritik geschaffen. Die Gegenseitigkeit dieser Feedbackgespräche schafft Vertrauen, welches als Basis von ehrlichem Feedback unerlässlich ist. Ihre Regelmäßigkeit verhindert Pauschalität und die Fokussierung auf wenige, wichtige Aspekte ermöglicht die zeitnahe Umsetzung und Weiterentwicklung.
Ein weiteres Mittel um „gemeinsam eine agile, motivierende Feedback-Kultur zu schaffen, in der alle MitarbeiterInnen ihr volles Potenzial entfalten können“[3] stellt für unser Unternehmen die Nutzung der Plattform TeamEcho dar. Hier können unsere Mitarbeiter:innen anonym Feedback zu unterschiedlichen Kategorien abgeben. Mit der anschließenden Besprechung der Ergebnisse in großer, offener Runde werden einerseits die Beiträge wertgeschätzt und anderseits deren Nachhaltigkeit unterstützt. Die Gleichzeitigkeit von Anonymität und Transparenz schafft eine Möglichkeit von ehrlichem und konstruktivem Feedback mit großem Potential für persönliche und unternehmerische Weiterentwicklung.
Und manchmal scheint es dann im persönlichen Feedback so einfach zu sein wie der Klick auf den Like-Button: „Danke“, ist online kurz und knapp mit einem „Gefällt mir“ ausgedrückt und auch außerhalb der Social Media Plattformen kann ein einfaches „Danke“ die eigene Wertschätzung für den Anruf/ die Hilfe/ die Idee zum Ausdruck bringen. Es sind oft die alltäglichen Situationen, in denen nicht mehr – aber auch nicht weniger – nötig ist und auch dieses Feedback dem Gegenüber eine wertvolle Rückmeldung gibt. So wird „Danke“ zum Like-Button im persönlichen Miteinander und damit Feedback in einer seiner schnellsten, einfachsten und vor allem positivsten Form.

[3] o.V. (2021): TeamEcho für Human Resources: Unternehmenskultur stärken. URL: https://www.teamecho.com/warum-teamecho/, (abgerufen am 10.12.2021).

Elisabeth Keckl farbe
Elisabeth Keckl